Al di Là/Echoes from a restless soul/Postgenoma/High Breed

Vier Choreografien von Jacopo Godani
 

Die Dresden Frankfurt Dance Company steht für zeitgenössischen Tanz in hoher Vollendung. Künstlerischer Leiter des Ensembles ist der international renommierte Choreograf Jacopo Godani, dessen erklärtes Ziel es ist, eine neue choreografische Sprache zu entwickeln, die Virtuosität und physische Herausforderung in den Mittelpunkt stellt.

«Al di Là», italienisch für «Jenseits», ist eine narrative musikalische Choreografie. Mit Arnold Schönbergs «Verklärte Nacht» wird das Publikum dazu aufgerufen, eine neue Welt zu betreten, die Dunkelheit hinter sich zu lassen und neue Visionen zuzulassen. Choreografie, Kostüm und Bühnenbild verwandeln die Tänzer in immer neu belebte Wesen. Die Bühne wird zu einem Ort der optischen und klingenden Poesie.

«Echoes from a restless soul» wurde zu gefühlvollen Klavierkompositionen von Maurice Ravel choreografiert. Die fliessenden Bewegungen und tänzerischen Elemente fügen sich zu einem gemeinsamen Strang und ergeben eine Folge von Pas de deux und Quartetten, die eine Landschaft künstlerischer Virtuosität umschreiben. Ravels «Le Gibet» und «Ondine» werden live dargeboten.

In «Postgenoma» lauern dunkle Wesen auf der Bühne und erschaffen mit einem einzigartigen Pas de deux ein eigenes Universum. Das menschliche Tier, verfolgt, verängstigt und im Verborgenen, weigert sich zu sterben. Obwohl es gelernt hat sein wahres Wesen zu verbergen, erscheint es immer wieder und befreit sich dabei langsam von allen ihm auferlegten Grenzen. Das Komponistenduo 48nord begegnet der Choreografie mit einem faszinierenden elektronisch-musikalischen Sound.

«High Breed» kann mit seiner starken Formensprache als ideologisches Werk verstanden werden. Jacopo Godani zielt darauf hin die Zuschauenden intensiv in die Tanzerfahrung einzubeziehen. Er versucht dem Vorstellbaren zu entkommen, das Bekannte hinter sich zu lassen und dabei ein faszinierendes Dunkel zu erschaffen: Ein Gefilde in dem Potenziale jenseits von Licht entstehen.


Fotos © Dominik Mentzos