Co-Starring

von Theo Fransz
 

Co wacht auf und alles ist anders. Überall wachsen Haare und Pickel spriessen wie riesige Mondkrater. Sein Körper scheint ihm nicht mehr zu gehören, nachdem die Pubertät wie ein Sturm über ihn hereinbricht und er sich brutal von seiner Kindheit verabschieden muss. Der geliebte Teddy wird an der Tür gekreuzigt und Co wirft sich in die Widersprüchlichkeiten seiner Gefühle. Dabei durchlebt er an einem Tag alles, wofür andere Jahre brauchen. Egal ob spontane Erektionen, rohe Gewalt oder ein Besuch bei der «rosa Frau». Co geht durch die Hölle, ist überfordert von den Eindrücken des Erwachsenwerdens. Und dann trifft er auch noch die Liebe seines Lebens, die ihm zusätzlich alle Sinne raubt.

«Co-Starring» des niederländischen Dramatikers Theo Fransz bietet einen gleichermassen schonungslosen wie humorvollen Blick auf die Welt der Pubertät. Erzählt als ein modernes Roadmovie werden mit direkter Sprache und bewusster Überhöhung Themen wie Selbstbefriedigung und Suizid angesprochen, ohne dabei den pädagogischen Zeigefinger zu heben.

Fotos © Diana Küster