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Einen experimentellen Partnertausch hat sich Don Alfonso ausgedacht: Zum Beweis seiner Theorie, dass letztlich alle Frauen untreu sind, wenn man ihnen nur die Gelegen-heit dazu gibt. Und so beginnt Mozarts Oper «Così fan tutte» ganz im Geist der «opera buffa» als heitere Verwechslungskomödie mit allen dafür typischen Zutaten: Ferrando und Guglielmo ziehen zum Schein in den Krieg und kehren verkleidet zurück; ihre Verlobten, Dorabella und Fiordiligi, erkennen die Männer nicht und lassen sich auf eine Affäre mit den vermeintlich Fremden ein. Das «dramma giocoso» verwandelt sich unmerklich in ein Drama von existenzieller Dimension; aus dem heiteren Zeitvertreib wird plötzlich Ernst.
Mozart, der Herzenskenner unter den Komponisten, weiss von der Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit menschlicher Empfindungen zu erzählen wie kein anderer. Seine Musik bringt in jedem Moment dieses komplexen Verwirrspiels die wahren Empfindungen seiner jungen Verliebten zum Ausdruck: Denn das, was sie glauben zu fühlen, und das, was sie tatsächlich empfinden, klafft oft weit auseinander. Doch Mozart verurteilt seine Figuren nicht, sondern spürt ihren Gefühlsverwirrungen auf äusserst differenzierte Weise nach.
Die Vorstellungen vom Mittwoch, 13. Februar und Freitag, 15. Februar sind ausverkauft.
Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Musikalische Leitung
Thomas Rösner
Inszenierung
Sven-Eric Bechtolf
Bühne
Rolf Glittenberg
Kostüme
Marianne Glittenberg
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.