Die Csárdásfürstin

Operette von Emmerich Kálmán (1882–1953)
 

Auch mehr als 100 Jahre nach der Uraufführung verfehlt Kálmáns heiter-musikalischer Stoss- und Freudenseufzer in Operettenform an «die Liebe, die dumme Liebe» seine Wirkung nicht und vermag auch Skeptiker solchen Gefühlsüberschwangs zu überzeugen. Die schwungvolle Inszenierung des Landestheater Detmold wurde auch zu Recht mit Lob überschüttet.

Die kaiserliche und königliche Welt zwischen Wien und Budapest lebt, als gäbe es kein morgen. Zumindest im Varieté-Theater «Orpheum» ist von Krise und Weltkrieg nichts zu merken. Dort verliebt sich Edwin, Fürst von und zu Lippert-Weylersheim, in die Chansonette Sylva Varescu. Hochzeit mit einer solchen Dame? Dieses Ansinnen sorgt bei seinen standesbewussten Eltern für äusserstes Missfallen und perfide Einfälle: Sie geben per Zeitungsannonce öffentlich die Verlobung des Sohnes mit der gräflichen Cousine Anastasia bekannt, um vollendete Tatsachen zu schaffen. Auf der Verlobungsfeier erscheint allerdings auch Sylva, die vorgibt, mit Edwins adligem Freund Boni verheiratet zu sein und sorgt für Turbulenzen. Bis zusammenfindet, was zusammengehört, gibt es noch einige Überraschungen, Tränen, Zank und Versöhnung.

Fotos © Landestheater Detmold/Lefebvre