Die Glasmenagerie

Schauspiel von Tennessee Williams
 

Tennessee Williams' autobiografisches Stück «Die Glasmenagerie» erzählt von Lebensflucht und Traumleben, von gescheiterter und gelungener Selbstverwirklichung, von Illusionen und deren Zerbrechlichkeit. Und welcher Regisseur könnte so ein Stück sinnlicher inszenieren als der in Winterthur bereits bestens bekannte David Bösch? Seine Inszenierungen von «Stallerhof» aus dem Burgtheater, «Woyzeck» sowie «Das Mädchen aus der Streichholzfabrik» aus Bochum sind uns noch in bester Erinnerung.

Ärmlich und beengt geht es zu in der Wohnung der Wingfields in St. Louis: Während die von ihrem Mann verlassene Amanda sich in ihre Südstaatenjugend zurückträumt und auf einen Verehrer für ihre körperlich beeinträchtigte Tochter Laura wartet, ernährt Sohn Tom, ein verhinderter Schriftsteller, die Familie als Lagerarbeiter. Alle drei flüchten in lyrische Tagträume: Amanda in die Erinnerung an ein für sie längst vergangenes aristokratisches Leben, Laura in ihre Sammlung von Glastieren und Tom in Zelluloid und Alkohol.

Fotos © Reinhard Maximilian Werner