Dorian Gray

Stück nach dem Roman von Oscar Wilde
 

Der viktorianische Dauerbrenner «Das Bildnis des Dorian Gray» ist unserer Zeit wie auf den Leib geschrieben: Der Kult um ewige Jugend könnte kaum besser porträtiert werden als in der polierten Oberfläche dieses sprachlichen Meisterwerks. In Oscar Wildes berühmtestem Roman verkörpert Markus Meyer sämtliche Rollen in einem spektakulären Soloabend. Die Inszenierung, die in Wien Kultstatus geniesst, stammt von Bastian Kraft, dessen «Biografie. Ein Spiel» von Max Frisch in Winterthur für Begeisterung sorgte.

Dorian Gray verfällt dem Wunsch nach ewiger Jugend, der ihm von Lord Henry eingetrichtert wurde. Der Wunsch geht auf magische Weise in Erfüllung: Dorian altert plötzlich nicht mehr und wird so auf der Höhe seiner jugendlichen Schönheit zu einem lebendigen Bild, während sein Porträt, das sein Freund Basil von ihm gemalt hat, vom fortschreitenden Leben immer tiefer gezeichnet wird.

«In einer beeindruckend wandlungsfähigen One-Man-Show verkörpert Markus Meyer sämtliche Rollen –Verführer wie Verführter, Maler wie Model, jung wie alt. Das ist Präzisionsarbeit und als schauspielerische Leistung einfach umwerfend.» Nachtkritik


Fotos © Reinhard Werner