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Faust

Oper von Charles Gounod

Im Unterschied zu Goethes Faust, ist Faust in Gounods Oper eher ein betagter Lebemann, der seine verlorene Jugend zurückgewinnen möchte, als der Erkenntnis suchende Wissenschaftler. Faust ist des Lebens überdrüssig. Doch in dem Moment, als er den todbringenden Becher zu Munde führen will, erscheint Méphistophélès. Von ihm begehrt Faust Jugend und Liebe. Er geht bereitwillig den Pakt mit dem Bösen ein, erhält einen Verjüngungstrank und bricht zu neuen Abenteuern auf. Das fromme Mädchen Marguerite lehnt die Annäherungsversuche Fausts zunächst ab, doch mit Méphistophélès’ Hilfe kann er sie bald verführen. Faust verlässt das Mädchen ganz nach Méphistophélès’ Plan. Marguerites Bruder fordert Faust zum Duell, und dieser wird zum Mörder. Indessen wartet die schwangere Marguerite verzweifelt auf Faust. Im Wahnsinn tötet Marguerite ihr Kind – das Kind Fausts – und kommt ins Gefängnis. Faust versucht sie zu befreien, doch Marguerite hält gegen das Böse stand und stirbt verklärt.

Der Reichtum von Gounods Partitur hat der Oper seit ihrer Uraufführung 1859 am Pariser Théâtre Lyrique zu grosser Beliebtheit verholfen.
Um eine Verwechslung mit Goethes «Faust» zu vermeiden, nannte man die Oper früher «Margarete». Wollte man allerdings das Besondere von Gounods «Faust»-Variante in Worte fassen, musste man die Oper «Faust et Marguerite» nennen, handelt es sich doch hier vor allem um eine grosse, tragische Liebesgeschichte.

Do. 27.09.19.30M1DO
Fr. 28.09.19.30G2
So. 30.09.14.30SN


Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

 

Musikalische Leitung
Daniel Carlberg

Inszenierung und Ausstattung
Hinrich Horstkotte

 

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

CHF 30.- bis 70.-