Geächtet

Stück von Ayad Akhtar
 

Kaum ein Theaterstück hat den Nerv der Zeit in den letzten Jahren derart gut getroffen wie Ayad Akhtars Erstlingswerk «Geächtet». Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis, nominiert für einen Tony-Award, ist es nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa zu einem Bühnenhit geworden und katapultierte den 1970 geborenen Autor in die erste Liga der zeitgenössischen Dramatiker.

Amir Kapoor, Sohn pakistanischer Einwanderer, ist vollständig assimiliert im Amerika des 21. Jahrhunderts. Als erfolgreicher Anwalt bewohnt er mit seiner Frau Emily ein Loft in der Upper East Side von Manhattan. Von seinen Wurzeln, vom Islam will er nichts wissen. Emily hingegen,eine Künstlerin, hat den Islam als Inspirationsquelle für sich entdeckt. Beim Abendessen mit dem jüdischen Kurator Isaak und dessen afroamerikanischer Frau Jory kommt es zu einer Debatte über Religion und Tradition, weil sich Amir hat breitschlagen lassen, in einem Prozess einem verhafteten Imam beizustehen.

Der Schweizer Theaterregisseur Stefan Bachmann, seines Zeichens Intendant am Schauspiel Köln, inszenierte dieses hochbrisante und aktuelle Stück im Herzen von Köln, einer Stadt, die bekannt ist für ihren toleranten Umgang mit Migranten, mit einer Handvoll grossartiger Schauspieler.

Fotos © David Baltzer