Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck (1854 – 1921), nach dem Märchen der Brüder Grimm
 

Fortgetrieben vom Zorn der Mutter laufen Hänsel und Gretel aus ihrem engen, ärmlichen Zuhause hinaus in den wundersamen und unheimlichen Wald. Blühende Melodien, leuchtende Orchesterfarben und düstere Klänge, ein Wald der Lockungen und Gefahren. Hier begegnen die Kinder ihren Sehnsüchten, Hoffnungen, Ängsten – in Gestalt wohlwollender Fabelwesen und einer Frau, die so böse, wie ihr Haus verführerisch ist.

Ursprünglich für den Hausgebrauch gedacht, wuchs sich Humperdincks Werk bald zur abendfüllenden Oper aus. Kein Zufall, zielt es doch auf Ängste, die auch Erwachsenen wohlbekannt sind: Lieblosigkeit, soziale Ausgrenzung und die Abgründe der Seele. Nach der Uraufführung 1893, die den Komponisten über Nacht berühmt gemacht hatte, wurde es zur Oper für jede Altersgruppe, die heute nicht mehr aus den Spielplänen weltbekannter Opernhäuser wegzudenken ist.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit einigen Sängern, die schon bei der Saisoneröffnung 2015/16 in «Le nozze di Figaro» brilliert haben. Der Wiesendanger Kinderchor «Notefäger» wird diese märchenhafte Produktion ebenfalls unterstützen und ist dem Winterthurer Publikum spätestens seit seinem Auftritt in der Familienoper «Reise nach Tripiti» auch bestens bekannt.

Fotos © Annemone Taake