Martin Zimmermann

Hallo

von und mit Martin Zimmermann
 

Wenn Objekte lebendig werden, der Figur um die Ohren fliegen, sie in ihren tragikomischen Anpassungsversuchen scheitern lassen und dazu zwingen, aus dem Rahmen zu fallen, lösen sich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf – und Magie erfüllt den Raum. Der leidenschaftliche Tüftler und Bewegungskünstler komponiert aus seinem Körper, aus Objekten und Musik ein skurril-witziges Stück, das an die Slapstickkomödien der Stummfilmzeit erinnert.

Mit seinem ersten Solostück «Hallo» dringt Martin Zimmermann ins Innerste seines Selbsts vor, stülpt zahlreiche Facetten nach aussen und versucht, seine bizarren Gedanken zu bändigen. Ein schaufensterartiger Raum – Zimmermann ist gelernter Schaufensterdekorateur – dient als Rahmen für den Ausblick auf das absurde Dasein seines Alter Ego. Die vermeintlich statische Scheinwelt entwickelt ein Eigenleben und gerät ausser Kontrolle. Er verliert den Bezug zur Realität, verwechselt sich mit dem eigenen Spiegelbild, faltet seinen Körper zusammen und wird selber zum Requisit der Bühne. Der Künstler, gefangen in seinem eigenen Bann und seiner ungestümen Leidenschaft, stolpert um ein Haar, wäre da nicht sein schräger Humor, der ihn rettet ...