Im Amt für Todesangelegenheiten

Eine Slapstick-Oper von Klaus von Heydenaber
 

Nach «Tot im Orient-Express» in der Spielzeit 2011/12 inszeniert der ungarische Theatermagier Viktor Bodó mit seinem Komponisten Klaus von Heydenaber erneut eine Koproduktion des Theater Winterthur. In diesem spartenübergreifenden schrägen Musiktheaterabend untersuchen sie in Kooperation mit dem für seine spektakulären Filmmusikkonzerte berühmten Luzerner 21st Century Orchestra ein Thema, für das uns oft die Worte fehlen: den Tod.

Da läuft was grundsätzlich falsch in der obersten Etage! Hier, wo die Weichen gestellt werden sollten, damit alles zu einem guten Ende kommt, scheint gar nichts mehr zu laufen ausser der Kaffeemaschine. Die Folgen so desaströsen Steuerungsversagens aber sind kaum abzusehen. Schliesslich geht es um nichts Geringeres als Leben und Tod. Wir Zuschauer können aber getrost sein: Es wird doch alles zum gewünschten (Un-)Happy End kommen.

In Viktor Bodós skurrilem Operndebüt bestimmt das sogenannte Amt für Todesangelegenheiten, wie und wann jeder Mensch zu sterben hat. Durch einen gravierenden Systemfehler gewinnen einige verlorene Seelen plötzlich unerwartet geschenkte Zeit auf dieser Welt. Es stellt sich nur die Frage, ob sie das Chaos für sich nutzen und sich dem System langfristig widersetzen können? Oder gilt es, den einmaligen Kontrollverlust einfach nur zu geniessen?

Fotos © Ingo Höhn

 

 

 

 

 

 

Pressestimmen

«Dafür geizt das Stück – es ist dies das erste Opernprojekt von Heydenaber und Bodó – nicht mit tollen Klängen. Das auf Filmmusik spezialisierte 21st Century Orchestra (Leitung: William Kelley) sowie die Sänger und Schauspieler des Luzerner Theaters bringen die stilistisch breit angelegte Partitur Heydenabers beherzt zum Leben.»
Salto in den Tod
Tages-Anzeiger, Simon Bordier, 9.9.2018


«Dies alles geschieht zur zugänglichen Musik von Klaus von Heydenaber, der für seine erste abendfüllende Oper das Museum der klassischen Musikgeschichte hemmungslos plündert und dabei seinen Jazz-Hintergrund nicht verhehlt. Das auf Filmmusik spezialisierte 21st Century Orchestra, dem die Musik auf den Leib geschneidert ist, realisiert die eklektische Partitur unter der Leitung von William Kelley spritzig und mit viel Sinn für den ihr innewohnenden musikalischen Humor.»
Ist das Leben also doch eine Glückssache?
NZZ, Jürg Huber, 9.9.2018