Im Amt für Todesangelegenheiten

Eine Slapstick-Oper von Klaus von Heydenaber
 

Nach «Tot im Orient-Express» in der Spielzeit 2011/12 inszeniert der ungarische Theatermagier Viktor Bodó mit seinem Komponisten Klaus von Heydenaber erneut eine Koproduktion des Theater Winterthur. In diesem spartenübergreifenden schrägen Musiktheaterabend untersuchen sie in Kooperation mit dem für seine spektakulären Filmmusikkonzerte berühmten Luzerner 21st Century Orchestra ein Thema, für das uns oft die Worte fehlen: den Tod.

Da läuft was grundsätzlich falsch in der obersten Etage! Hier, wo die Weichen gestellt werden sollten, damit alles zu einem guten Ende kommt, scheint gar nichts mehr zu laufen ausser der Kaffeemaschine. Die Folgen so desaströsen Steuerungsversagens aber sind kaum abzusehen. Schliesslich geht es um nichts Geringeres als Leben und Tod. Wir Zuschauer können aber getrost sein: Es wird doch alles zum gewünschten (Un-)Happy End kommen.

In Viktor Bodós skurrilem Operndebüt bestimmt das sogenannte Amt für Todesangelegenheiten, wie und wann jeder Mensch zu sterben hat. Durch einen gravierenden Systemfehler gewinnen einige verlorene Seelen plötzlich unerwartet geschenkte Zeit auf dieser Welt. Es stellt sich nur die Frage, ob sie das Chaos für sich nutzen und sich dem System langfristig widersetzen können? Oder gilt es, den einmaligen Kontrollverlust einfach nur zu geniessen?