Ensemble cosi facciamo, München

L'Incoronazione di Poppea

Barockoper von Claudio Monteverdi (1567–1643), Libretto von Giovanni Francesco Busenello
 

Die grosse Liebe ist alles, aber niemals harmlos. Nero, Tyrann eines Weltreichs, Poppea seine Geliebte. Politische Gewalt, Ehebruch, befohlener Selbstmord. Wie geht sie aus, diese Geschichte? Der Titel verrät es.

 

Amor wettet mit den Göttinnen Fortuna (Glück) und Virtù (Tugend), dass Liebe die Welt regiere. Zum Beweis werde er den Aufstieg der Hetäre Poppea zur Kaiserin ins Werk setzen, woraufhin der Kaiser Nero tatsächlich den erotischen Reizen Poppeas verfällt. Poppea ihrerseits scheut keine Verleumdung und weiss Neros Schwäche für ihren eigenen Aufstieg zu nutzen. Besessen von der Liebe zur machthungrigen Poppea, verstösst Nero seine Frau Ottavia und ernennt Poppea zur neuen Kaiserin. Die Voraussage des Prologs, dass Vernunft und Moral gegen Macht und Liebe nichts auszurichten vermögen, hat sich bewahrheitet.

 

In diesem Werk stehen Machtgelüste und Ohnmachtsgefühle auf engstem Raum nebeneinander. Monteverdi, einer der Erfinder der Kunstform Oper, hat diese menschlichen Affekte, Leidenschaften und Emotionen mit Tiefgang in Musik gesetzt. Freuen Sie sich mit uns nach den erfolgreichen Gastspielen von «Ariodante» von Georg Friedrich Händel und «Dido und Aeneas» von Henry Purcell auf ein weiteres berühmtes Stück des Barockrepertoires.

 

Innerhalb der Bewegung der historischen Aufführungspraxis gehört «cosi facciamo» zu einer neuen Generation von Ensembles, die auf historischen Instrumenten musizieren, den Anspruch auf historische Authentizität jedoch hinter den einer zeitgemässen Lebendigkeit stellen.

Fotos © Hermann Pösch