Midi Musical

Sechs Konzerte über Mittag
 

Das Musikkollegium Winterthur präsentiert an sechs Freitagen über die Saison hinweg ein Mittagsprogramm mit Kammermusik. Gönnen Sie sich eine musikalische Auszeit über Mittag. Ein kleiner Imbiss und Getränke sind an der Bar im Foyer erhältlich.

Fr. 16. 11.18 12.15 Uhr
Tschechische Bekenntnisse

Antonín Dvořák Zwei Walzer, op. 54
Bedřich Smetana Streichquartett Nr. 1 e-Moll
Violine Margareta Benkova und Beata Checko-Zimmermann
Viola Ivona Krapikaite
Violoncello Seraphina Rufer
1880 veröffentlichte Antonín Dvořák unter der Opuszahl 54 acht Klavierwalzer, deren Beliebtheit bald so gross war, dass er zwei von ihnen (Nr. 1 und Nr. 4) auch für Streichquartett arrangierte. Melancholisch eingefärbt sind sie eine sehr persönliche Hommage an die Donaumetropole Wien. Eine ebenso persönliche Sprache spricht das erste von zwei Streichquartetten Smetanas

Fr. 18.01.19 12.15 Uhr
Träumereien für Klarinette
Paul Juon Trio Miniaturen für Klarinette, Violoncello und Klavier
Johannes Brahms Trio für Klarinette, Klavier und Violoncello a-Moll, op. 114
Klarinette Sérgio Pires
Klavier Dominic Chamot
Violoncello Franz Ortner
Mit dem Streichquintett op. 111 gedachte Johannes Brahms seine kompositorische Laufbahn zu beenden und es ist einzig dem als unvergleichlich weich gerühmten Klang des Soloklarinettisten der Meininger Hofkapelle, Richard Mühlfeld, zu verdanken, dass Brahms sich entschloss, nochmal zur Feder zu greifen. Auch wenn im Trio eine Csardas-Melodie das letzte Wort hat, bestimmt zarte Verhaltenheit das gesamte Werk. Eine Eigenschaft, die auch die beiden mit «Reverie» und «Elegie» überschriebenen Sätze aus den «4 Miniatures» des Spätromantikers Paul Juon auszeichnet.

Fr. 22.02.19 12.15 Uhr
Blechbläser-Klänge
Ludwig van Beethoven Terzetto für zwei Oboen und Englischhorn C-Dur, op. 87, in einer Bearbeitung für Blechbläsertrio in F-Dur von Robert King
Johannes Brahms Drei Choral-Vorspiele aus Elf Choral-Vorspiele, op. 122, in einer Bearbeitung für Blechbläsertrio von Arthur Frackenpohl
Paul Hindemith Aus «Des kleinen Elektromusikers Lieblinge», Sieben Stücke für drei Trautonien, in der Fassung für Bläsertrio
Samuel Ducommun Petit concert pour trio de cuivres
Horn Gaëtan Lagrange
Trompete Pierre-Alain Monot
Posaune Frédéric Bonvin

Fr. 22.03.19 12.15 Uhr
Beethoven und Dohnányi
Ernst von Dohnányi Serenade für Violine, Viola und Violoncello C-Dur, op. 10 (1902)
Ludwig van Beethoven Quartett für Violine, Viola, Violoncello und Klavier Es-Dur, op. 16
Violine Mija Läuchli
Viola Pär Näsbom
Violoncello Seraphina Rufer
Klavier Florian Läuchli
Im Unterschied zu seinen Komponistenkollegen Zoltán Kodály oder Belá Bartók blieb Ernst von Dohnányi in seinem Schaffen vor allem dem spätromantischen Stil verpflichtet. Beethoven wiederum erinnerte sich bei der Komposition seines ursprünglich für vier Bläser und Klavier verfassten Opus 16 gewiss jenes Mozart-Quintetts, das dieser 13 Jahre zuvor in derselben Tonart und Besetzung in Wien präsentiert hatte. Als Hommage an den bewunderten Vorgänger erklingt Zerlinas Arie «Batti, batti, o bel Masetto» aus Mozarts «Don Giovanni» im Andante-Satz an.

Fr. 26. 04.19 12.15 Uhr
Holzbläser-Klänge
Eugène Bozza Trois Pièces pour une musique de nuit
Jean Françaix «Quatuor» für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott
Joseph Lauber Quartett für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott F-Dur
Jacques Ibert Deux mouvements für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott
Flöte Nolwenn Bargin
Oboe Maria Sournatcheva
Klarinette Sérgio Pires
Fagott Daniele Galaverna
Der Zusammenklang der vier klassischen Holzblasinstrumente Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott verzaubert seit der Wiener Klassik und verlockte in der Folge zahlreiche Komponisten, Werke für diese Besetzung zu schreiben. Das Programm wird bestimmt von lyrisch-eingängigen Weisen des aus Nizza stammenden Eugène Bozza, melodisch-eleganten Klängen von Jean Françaix, dem Einflüsse des französischen Impressionismus aufgreifenden Schweizer Komponisten Joseph Lauber, sowie dem für seine fast improvisiert anmutende Virtuosität geschätzten Jacques Ibert.

Fr. 31.05.19 12.15 Uhr
Brahms vierhändig
Hermann Goetz Sonate g-Moll für Klavier zu vier Händen, op. 17
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1 c-Moll, op. 68, Fassung für Klavier zu vier Händen vom Komponisten
Klavier zu vier Händen Klavierduo Adrienne Soós und Ivo Haag
«‹Das Kattermäng (also, à quatre mains) - geht heut noch ab, es ist eine Pracht! Und wenn alle Kapellmeister dabei bleiben, dass die Symphonie nichts taugt, so werden die Vierhändigen sagen, sie sei schön.» Mit diesen Worten begleitete Brahms die Übersendung der vierhändigen Klavierfassung seiner ersten Sinfonie an den Verleger Simrock. Im Nachlass des 1840 in Königsberg geborenen Komponisten Hermann Goetz fand sich die g-Moll-Sonate op. 17 für Klavier zu vier Händen, die wie auch seine anderen Werke vom grossen Talent des Frühverstorbenen zeugt.