Theater Freiburg

STABAT MATER

von Giovanni Battista Pergolesi
 

Eine unbekannte junge Frau sucht Zuflucht. Was ist passiert? Ihr Kummer findet in den Schmerzen der Mutter Gottes einen offenen Raum und ungeahnten Widerhall. Während draussen die Welt tobt, könnten drinnen Ruhe und Zuversicht wiedergefunden werden. Giovanni Battista Pergolesis «Stabat Mater» ist ein geistliches Werk voll theatraler Kraft. Das mittelalterliche Gedicht wurde und wird immer wieder von den unterschiedlichsten Komponisten neu bearbeitet.

Pergolesis Version, 1736 kurz vor seinem Tod entstanden, ist gleichzeitig sein bekanntestes Werk. Die Beschreibung der Leiden Christi und die der Gottesmutter, die ihren Sohn verloren hat, wandeln sich in eindringliche Fürbitten, mitleiden zu dürfen, um im Paradies gerecht zu werden. In Duetten und Soloarien nehmen eine Alt- und eine Sopranstimme das Publikum mitten hinein in diese emotionale Zwiesprache.

Der ukrainische Regisseur Andriy Zholdak erarbeitet eine szenische Version dieses hochemotionalen Musikstückes im Bühnenbild der Oper «Macbeth», die auf Grund der «Corona-Schutzmassnahmen» in Baden-Württemberg nicht zur Premiere gebracht werden kann.