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Choreografien von Po Cheng Tsai, Nadav Zelner, Nacho Duato, Itzik Galili, Eric Gauthier, Andonis Foniadakis und Mauro Bigonzetti
 

Von sehr intimen, tiefgründigen Werken über höchst virtuose bis hin zu solchen, bei denen es mit viel Humor zur Sache geht. Gauthier Dance ist bekannt für facettenreiche und mitreissende Tanzabende. Für die Vorstellungen im Rahmen von STEPS wurde nun ein eigenes Programm zusammengestellt, das all diese Spielarten des Tanzes in Perfektion zeigt.

In Nacho Duatos wunderschönem Pas de deux «Violoncello» zur Musik von Johann Sebastian Bach verwandelt sich die Tänzerin kurzerhand selber in das Instrument, das von ihrem Partner gespielt wird.
Itzik Galilis «The Sofa» zeigt die komplexen Beziehungen zwischen Mann und Frau äusserst humorvoll und ganz nebenbei stellt sich heraus, dass die Worte Akrobatik und Sofa überraschend gut zusammenpassen.
Mit «Ballet 102» liefert Eric Gauthiers eigener Beitrag eine augenzwinkernde Satire auf die 102 Positionen des klassischen Pas de deux, in der Anspielungen an berühmte Vorbilder der Choreografenzunft absolut beabsichtigt sind.
Andonis Foniadakis ist berühmt für seine unglaublich virtuosen, rasant schnellen Bewegungsspiele. Mit dem im März 2017 uraufgeführten getanzten Furioso «Streams» bringt er uns ein energiegeladenes und ungemein sinnliches Stück.
Mauro Bigonzetti zeigt mit «Cantata» eine Explosion an Sinneseindrücken aus den typischen lebendigen Farben des Südens mit Livemusik der Gruppo Musicale Assurd. Der instinktive, vitale Tanz erforscht die unterschiedlichen Facetten der Beziehung zwischen Mann und Frau: Verführung, Leidenschaft, Zank und Neid.
Abgerundet wird dieser facettenreiche Tanzabend von zwei Choreografien die bereits bei Gauthier Dance‘ letztem Gastspiel «Infinity» für Begeisterung gesorgt haben. Po Cheng Tsai verblüffendes Pas de deux «Floating Flowers ». Sowie das ungemein spritzige und rasante Tanzaperçu zu Gospelmusik «Alte Zachen» von Nadav Zelner.

Fotos © Regina Brocke