Den Auftakt der Operettensaison bestreiten wir mit dem wohl bekanntesten Werk eines Schweizer Komponisten. Bürgerliche Spiessigkeit trifft auf wildes Zirkusleben, grosse Träume auf schönen Schein. 1939 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt machte das Stück den jungen Züricher Komponisten Paul Burkhard überregional bekannt. Die hochdeutsche Fassung von Erik Charell «Das Feuerwerk» verhalf Burkhard, auch dank des eingängigen Chansons «Oh, mein Papa», zu weltweiter Berühmtheit.

 
Lyrische Szenen von Peter I. Tschaikowski

Was wäre, wenn…? Was wäre gewesen, wenn ich vor vielen Jahren an einem bestimmten Punkt eine ganz andere Entscheidung getroffen hätte? Wie anders wäre mein Leben verlaufen? Wer kennt diese Fragen nicht? Fantasien und Träume über die sowohl potenziellen als auch verpassten Möglichkeiten des Lebens begleiten die Hauptfiguren Tatjana Larin und Eugen Onegin. Tschaikowski komponierte bewusst keine grosse Oper, sondern ein intimes, aber kraftvolles Drama über die Unumkehrbarkeit von Entscheidungen und den manchmal kleinen, zufälligen Situationen, die ein ganzes Leben, Lieben und Leiden prägen können.

Musical von Jerry Herman

«Hello, Dolly!» gehört seit der Uraufführung 1964 zu den international erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. Neben witzigen Dialogen ist es vor allem das musikalische Feuerwerk der Melodien Jerry Hermans, auf dem dieser Erfolg beruht – angeführt vom weltbekannten Titelsong, den bereits Barbra Streisand und Bette Midler interpretiert haben.

Eurostudio Landgraf
Musical von George Gershwin

«An American in Paris» vereint Musik, Bewegung und Gesang mit solch berauschender Lebendigkeit, dass man die Füsse kaum still halten kann. Gershwins Evergreens wie «I Got Rhythm», «The Man I Love», «’S Wonderful», «They Can’t Take That Away From Me», sind verflochten mit berühmten orchestralen Werken. Der Autor Craig Lucas hat die Handlung des Filmmusicals durch Schicksale jüdischer Protagonisten erweitert und ihr damit eine zusätzliche Dimension gegeben.

Landestheater Detmold
Musical von Frederick Loewe

«Ich hätt’ getanzt heut Nacht», «Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen», «Hei, heute mach ich Hochzeit» und viele andere Welthits schufen die beiden Autoren Frederik Loewe und Alan Jay Lerner für ihren Musicalwelterfolg. Seit der Uraufführung in New York 1956 bricht «My Fair Lady» sämtliche kommerziellen Rekorde des Musiktheaters. Das Stück ist eine herzerfrischende Mischung aus Gesellschaftssatire, Geschlechterkampf und Sprachglosse und zudem eine romantische Liebesgeschichte mit bezaubernder Musik.

Gaetano Donizettis heiteres Meisterwerk gehört zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Das ganz im Stil der französischen komischen Oper gehaltene Werk entstand während Donizettis Pariser Aufenthaltes 1838–1843 in französischer Sprache. Nebst einer wirkungsvollen Lustspielouvertüre und den schmissigen Chören verlangt die Oper gesangliche Höchstleistungen.

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi

Verdis Liebesgeschichte in Kriegszeiten und gross angelegtes Meisterwerk gilt bis heute als eine der beliebtesten Bühnenkompositionen überhaupt. Neben den Tableaus mit grossem Chor stehen Szenen voll zarter Innerlichkeit und Entrücktheit. Politische Verhältnisse und Privatleben vermischen sich in der spannungsgeladenen Geschichte, in der zwei Liebende jeweils ihr eigenes Vaterland verraten. Verdis «Aida» ist ein Bravourstück zwischen Monumentalität und Intimität.

Opernhaus Zürich/Musikkollegium Winterthur
Dramma giocoso von Joseph Haydn

Auf dem Mond gibt es eine eigene Sprache, einen Mondkaiser und äusserst freie Gepflogenheiten, was Liebesdinge angeht. Davon kann sich Bonafede, Liebhaber der Astronomie, am eigenen Leibe überzeugen und zwar bereits zwei Jahrhunderte vor Neil Armstrongs spektakulärer Mondlandung. Haydns vor musikalischen Einfällen nur so sprudelnde Oper nach einer Komödie von Carlo Goldoni ist eine abgedrehte, aberwitzige Expedition in die unendlichen Weiten der Fantasie.