Stück in zwölf Bildern von Max Frisch

«Andorra» stellt heute wie bei seinem Erscheinen vor über 50 Jahren die gleichen wichtigen Fragen: Wie gehen wir mit dem vermeintlich Fremden, wie gehen wir miteinander um? «Das Andorra dieses Stücks hat nichts zu tun mit dem wirklichen Kleinstaat dieses Namens, gemeint ist auch nicht ein andrer wirklicher Kleinstaat; Andorra ist der Name für ein Modell.» Max Frisch in der Vorrede zu seinem berühmtesten Bühnenwerk.

 

Lukas Bärfuss, einer der wichtigsten Schweizer Autoren der Gegenwart, erzählt in «Malaga» eine grosse und aktuelle Geschichte von Schuld, Verantwortung und Schicksal. Viele Mittvierziger werden die Problematik durchaus wiedererkennen.

Der neue A-cappella-Liederabend der Urstimmen

Wir alle haben Geheimnisse. Was wollen wir für uns bewahren, tief in der hintersten, dunkelsten Ecke unseres realen oder auch seelischen Kellers? Dieser zentralen Frage gehen die Urstimmen – wie immer mit viel Witz und Charme – in ihrem neuesten Œuvre nach.

Theater Winterthur
Eine Komödie von Daniel Glattauer

Frei nach dem Motto «Aller guten Dinge sind drei» bringen wir auch in dieser Saison wieder ein Stück des österreichischen Erfolgsautors Daniel Glattauer auf die Bühne. Nach den grossen Erfolgen von «Gut gegen Nordwind» und «Alle sieben Wellen» wagt sich Programmleiter Thomas Guglielmetti nun mit den Schauspielern der «Urstimmen» auf das Glatteis einer Komödienproduktion.

Theater Winterthur / Theater Kanton Zürich
Stück nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf, Bühnenfassung von Robert Koall

Wolfgang Herrndorf erzählt von zwei Jungs, die durch ein fremdes, vertrautes Land ziehen, von seltsamen Begegnungen und vom Schmerz des Erwachsenwerdens. Er erzählt das, woran wir uns alle erinnern: an den Sommer des Erwachens, den einen, unvergesslichen Sommer, in dem man erwachsen wurde.

TNT Theatre
«Der Glöckner von Notre-Dame», Stück in französischer Sprache nach dem Roman von Victor Hugo

Paris, 1482. Mit anmutigen Tänzen zieht die junge Zigeunerin Esmeralda ihr Publikum in den Bann. Claude Frollo, der finstere Domprobst, ist ihr hoffnungslos verfallen und stellt ihr nach, der bucklige Glöckner Quasimodo soll ihm dabei behilflich sein. Doch auch der kann sich der Anziehungskraft Esmeraldas nicht erwehren. Ein Melodrama von opernhaftem Ausmass nimmt seinen Lauf.

Das unaufhörliche Streben nach Erfolg und Anerkennung und die unbändige Sehnsucht nach ein bisschen mehr prägen das Leben des Willy Loman. Doch was, wenn der Erfolg ausbleibt und der amerikanische Traum sich zum Albtraum entwickelt? Was bleibt, ist die Flucht in Tagträume und Illusionen in Arthur Millers bekanntestem Drama über verpasste Lebenschancen, das ihm den Pulitzer-Preis einbrachte.

TNT Theatre
Tragödie in englischer Sprache von William Shakespeare

Sie gilt als grösste Liebesgeschichte aller Zeiten, obwohl sie an Tragik kaum zu überbieten ist. Shakespeares Tragödie handelt nicht nur von der entfesselnden Kraft der Liebe, sondern auch von dem blutig ausgetragenen Krieg zweier verfeindeter Familien. Die ganze Stadt Verona wird zum Schauplatz von Machtkämpfen, Intrigen und Blutrache.

Merker/Hitz in Koproduktion mit TOBS
Eine Hommage an Buster Keaton, von Max Merker und Aaron Hitz

Die beiden genialen Komödianten Max Merker und Aaron Hitz haben sich von Keatons verblüffenden Gags und der Tragik seines Lebens inspirieren lassen und schaffen einen akrobatischen Theaterabend, der sich als Verneigung vor dem genialen «Stoneface» versteht. Sie greifen tief in die Trickkiste des Vaudeville und erkunden lustvoll die Möglichkeiten von Chaos und Anarchie.

Bertolt Brecht schrieb sein Volksstück 1940 in Finnland, der vierten Station auf seiner Flucht vor den Nationalsozialisten. Er wollte mit dem Duo Puntila und Matti die Verlogenheit und Gefährlichkeit von Herrschaftsverhältnissen demonstrieren. Heute sind Gut und Böse vielleicht schwerer auszumachen, die zentrale Frage aber bleibt: Kann man reich und gleichzeitig ein guter Mensch sein?

Württembergische Landesbühne Esslingen
Für die Bühne bearbeitet von Robert Seethaler

«Die Balance zwischen Leichtigkeit und Schwere, die Kunst, eine Biografi e in Zeitgeschichte einzubetten und dabei sowohl dem Einzelnen als auch dem grossen Ganzen gerecht zu werden, das ist Seethaler auch in der dramatisierten Version gelungen.» Stuttgarter Zeitung

Trilogie von Aischylos

Besonnenheit statt Rache, Demokratie statt Willkürherrschaft, Rechtsprechung statt Affekte – all diese vielbeschworenen «westlichen Werte» haben ihren Ursprung in der griechischen Antike. Aischylos erzählt von der Emanzipation des Menschen von göttlicher Willkür. Die Tragödie zeigt, dass Recht und Demokratie nicht selbstverständlich sind. Ob als Familie oder als Gesellschaft: Jede funktionierende Gemeinschaft ist von der Fähigkeit zur Vergebung abhängig.

TNT Theatre
Schauspiel in englischer Sprache nach dem Roman von Ray Bradbury

Eine düstere Welt, in der das Bücherlesen mit Gefängnis und Tod bestraft und in der selbständiges Denken zur Gefahr wird. Ray Bradburys dystopische und beängstigende Geschichte ist ein zeitloses Plädoyer für das freie Denken.

«Das Leben des Herrn de Molière», Stück in französischer Sprache nach dem Roman von Michail Bulgakow

Ein Stück über das Leben und Leiden Molières, von Triumph und Rückschlag, Gönnern und Widersachern, von seinen Krankheiten und anderen Eigentümlichkeiten und von den kleinen und grossen Skandalen mit seinen Frauen. Ein einfühlsames Porträt eines Theatermenschen, der sein ganzes Leben in den Dienst seiner Kunst gestellt hat.

Singspiel von Hans Müller und Erik Charell, Musik von Ralph Benatzky, Gesangstexte von Robert Gilbert

Es gab Zeiten, da fuhr der Mensch, wenn er wünschte seinen Urlaub in exotischen Ländern zu verbringen, nach Österreich. Das Hotel «Zum weissen Rössl» am Wolfgangsee ist einer dieser Traumorte, zumindest aus Sicht der Stadtbewohner, wo man vor wunderschöner Bergkulisse die Seele baumeln lässt und sich zahlreichen Liebesverwicklungen hingibt.

von Aldous Huxley, Theaterfassung und Übersetzung von Robert Koall

Wäre es nicht schön, wenn alles geregelt wäre, wenn selbst der Tod seinen Schrecken verloren hätte? Wenn es keine Alltagsprobleme gäbe, wir keine soziale Ungerechtigkeit empfinden würden? Wenn schrankenloses Ausleben der Sexualität nicht verpönt, sondern erste Bürgerpflicht wäre? Eine Idylle? Oder eine Horrorvision?

Eine Familiensaga von Tracy Letts, Deutsch von Anna Opel

Alkohol, Tabletten und Lebenslügen, das ist der Kitt, der die Familie Weston seit Jahren zusammenhält. Während einer Familienfeier brechen die schwelenden Konfl ikte dann offen aus: eine familiäre Schlammschlacht, ausgefochten zwischen drei Generationen, die ausser ihren Wurzeln nichts mehr miteinander gemein haben.

Burgtheater Wien
Komödie von Hermann Bahr

«Ein Stück klassische Literatur von zeitloser, feinperlender Komik und eine erlesene Schar von Schauspielern, die jede Rolle zum Funkeln bringen. Dazu eine einfallsreiche Regie und ein originelles Bühnenbild. Ein überaus vergnüglicher und geistreicher Abend, der gar nicht so harmlos ist, wie er zunächst wirkt.» ORF