Stück von Ayad Akhtar

Kaum ein Theaterstück hat den Nerv der Zeit in den letzten Jahren derart gut getroffen wie Ayad Akhtars Erstlingswerk «Geächtet». Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis, nominiert für einen Tony-Award, ist es nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa zu einem Bühnenhit geworden und katapultierte den 1970 geborenen Autor in die erste Liga der zeitgenössischen Dramatiker.

 

Das Stück begründete Arthur Millers Karriere als einer der grössten amerikanischen Dramatiker der Moderne. Es zeigt eine moderne Familiengeschichte mit der schicksalshaften Unausweichlichkeit einer antiken Tragödie. «All my Sons» wurde 1947 uraufgeführt von Elia Kazan, dem damals bereits berühmten Theater- und Filmregisseur und späteren Gründer des Actor's Studio.

Stück von Samuel Beckett

Der Titel ist Programm: In Samuel Becketts absurdem Theaterstück streben die Protagonisten unaufhaltsam ihrem scheinbar unabänderlichen Schicksal zu. Es geht um nichts weniger als um das Ende der Welt. Das Stück wirkt heute, angesichts der Kraftproben der Supermächte, der weltweiten Abkühlung auf diplomatischer Ebene, der drohenden Klimakatastrophe, nicht weniger prophetisch als zu seiner Entstehungszeit 1956. Doch der amerikanische Regisseur und Künstler Robert Wilson verwandelte es für das Berliner Ensemble in ein Zaubertheater für alle Sinne.