Theater Winterthur
Schauspiel nach der Novelle von Stefan Zweig

Er ist attraktiv, begehrt und ein erfolgreicher Schriftsteller. An seinem Geburtstag bekommt er einen Brief einer ihm unbekannten Frau. Es ist ihre Lebensbeichte an einen Mann, der für sie seit ihrer Kindheit der Lebensmittelpunkt war, ohne es je gewusst zu haben. Stefan Zweigs feinsinnig poetische und lyrische Sprache untermalt diese einzigartige Liebestragödie, die Geschichte der einen grossen Liebe, die unerwidert blieb.

 
Kuckuck-Theater Produktionen, Zürich/Theater Soleil und Theater Evasion, Burkina Faso
Eine politische Komödie aus Burkina Faso und der Schweiz

«Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!» Goethe hatte schon recht: Gold gilt als sichere Geldanlage in unsicheren Zeiten. Kein Wunder, ist es seit einigen Jahren so begehrt wie nie. Während also die einen hier ihr Erspartes für Goldbarren hergeben, zahlen andere, in Burkina Faso zum Beispiel, einen entschieden viel höheren Preis. Der Goldrausch, der das Land im Griff hat, breitet sich immer weiter aus.

Schauspiel von Tennessee Williams

Tennessee Williams' autobiografisches Stück «Die Glasmenagerie» erzählt von Lebensflucht und Traumleben, von gescheiterter und gelungener Selbstverwirklichung, von Illusionen und deren Zerbrechlichkeit. Und welcher Regisseur könnte so ein Stück sinnlicher inszenieren als der in Winterthur bereits bestens bekannte David Bösch? Seine Inszenierungen von «Stallerhof» aus dem Burgtheater, «Woyzeck» sowie «Das Mädchen aus der Streichholzfabrik» aus Bochum sind uns noch in bester Erinnerung.

Theater Winterthur/Theater Kanton Zürich
Stück nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf, Bühnenfassung von Robert Koall

Wolfgang Herrndorf erzählt von zwei Jungs, die durch ein fremdes, vertrautes Land ziehen, von seltsamen Begegnungen und vom Schmerz des Erwachsenwerdens. Er erzählt das, woran wir uns alle erinnern: an den Sommer des Erwachens, den einen, unvergesslichen Sommer, in dem man erwachsen wurde.

TNT Theatre
Stück in französischer Sprache nach der Novelle von Eric-Emmanuel Schmitt

Manchmal klaut Moses, genannt Momo, Konserven im Kolonialwarengeschäft von Monsieur Ibrahim an der Rue Bleue in Paris. Der «Araber an der Ecke» ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt. Durch das Schicksal zusammengeführt, verbindet die beiden eine ungewöhnliche und abenteuerliche Freundschaft.

Tragödie von William Shakespeare

Es ist die Rachetragödie schlechthin und darüber hinaus ein vielschichtiges Stück über Politik und Gewalt, Macht und Moral, über eine unglückliche Liebe und den Kampf der Generationen. Kein Drama der Weltliteratur wurde so häufig interpretiert und so vielen Lesarten unterzogen wie das über den Dänenprinzen Hamlet.

TNT Britain
Tragödie in englischer Sprache von William Shakespeare

Im mittelalterlichen Schottland hat Macbeth als Feldherr eine Revolte erfolgreich niedergeschlagen. Drei Hexen prophezeien ihm eine glänzende Politkarriere, in der er es bis zum König bringen könnte. Dass dieser Weg nur über Leichen führen kann, ahnt er schon. Macbeth ist Synonym für einen rücksichtslosen und despotischen Herrscher, einen von denen es damals wie heute genügend Beispiele gibt.

Mit seiner bunten Artistentruppe bringt Finzi Pasca eine Hommage an den Autor Anton Tschechow auf die Bühne. Die einzelnen Szenen sind kleine, kostbare Stücke für sich, die auch junge Zuschauer atemlos und amüsiert verfolgen. Er zeigt ein Varieté zwischen Komik und Tragik, nicht laut und lärmend, sondern gleichsam gedämpft, behutsam, wie durch einen Schleier von Träumen, mal so zart und leicht wie Kirschblüten, dann wieder prall und fröhlich mit überschäumender Lebensfreude.

Atelier Martin Zimmermann
von und mit Martin Zimmermann

Wenn Objekte lebendig werden, der Figur um die Ohren fliegen, sie in ihren tragikomischen Anpassungsversuchen scheitern lassen und dazu zwingen, aus dem Rahmen zu fallen, lösen sich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auf – und Magie erfüllt den Raum. Der leidenschaftliche Tüftler und Bewegungskünstler komponiert aus seinem Körper, aus Objekten und Musik ein skurril-witziges Stück, das an die Slapstickkomödien der Stummfilmzeit erinnert.

Parabelstück von Bertolt Brecht

Der ungarische Regiestar Viktor Bodó, dessen Inszenierung «Tot im Orient-Express» in Winterthur noch in bester Erinnerung ist, hat in Heidelberg Brechts Parabel mit der wunderbaren Musik von Paul Dessau auf die Bühne gebracht. In den Rollen der Götter sind drei ungarische Schauspieler aus dem Ensemble des Budapester József-Katona-Theaters zu erleben.

Schauspiel nach dem Roman von Patricia Highsmith

Warum sollte ein talentierter Mensch nicht tun, was seine Talente ihm ermöglichen? Wenn er jemanden ermorden kann, wer oder was sollte ihn hindern? Wenn er den Ermordeten dann auch noch täuschend echt zu verkörpern weiss, wer sollte ihm je auf die Schliche kommen? Geben wir es ruhig zu: Die kriminelle Karriere des 25-jährigen Amerikaners Tom Ripley besitzt eine starke Anziehungskraft.

TNT Theatre Britain
Romanze in englischer Sprache von George Bernard Shaw

Der egozentrische Phonetik-Professor Henry Higgins trifft die zerlumpte, ordinäre Göre Eliza Doolittle, die vor Londons Oper Covent Garden Blumen verkauft. Er wettet mit seinem Kollegen Oberst Pickering, dass er mittels Sprecherziehung aus dem Blumenmädchen innert kürzester Zeit eine Dame von Welt machen könne. George Bernard Shaw hat eine zarte, romantische Sozialsatire über die feine englische Gesellschaft geschrieben – Klassenkampf und Frauenpower inklusive.

Stück nach dem Roman von Oscar Wilde

Der viktorianische Dauerbrenner «Das Bildnis des Dorian Gray» ist unserer Zeit wie auf den Leib geschrieben: Der Kult um ewige Jugend könnte kaum besser porträtiert werden als in der polierten Oberfläche dieses sprachlichen Meisterwerks. In Oscar Wildes berühmtestem Roman verkörpert Markus Meyer sämtliche Rollen in einem spektakulären Soloabend. Die Inszenierung, die in Wien Kultstatus geniesst, stammt von Bastian Kraft, dessen «Biografie. Ein Spiel» von Max Frisch in Winterthur für Begeisterung sorgte.

Scène & public, Paris
Stück in französischer Sprache von Samuel Beckett

Das Stück – bis heute Samuel Becketts bekanntestes Werk – hat seit seiner Uraufführung 1953 in Paris eine unübersehbare Fülle an Interpretationen provoziert. Der Bruch mit den bis dahin vertrauten Konventionen des Theaters konnte grösser kaum sein. Mit diesem Meilenstein der Theatergeschichte etablierte er den Begriff des sogenannten «absurden Theaters».

Württembergische Landesbühne Esslingen
nach dem Roman von John Steinbeck

John Steinbecks Meisterwerk amerikanischer Erzählkunst wird immer wieder gerne auf die Bühne gebracht. Die Suche nach einem kleinen Glück und wie zerbrechlich die erste Liebe sein kann, sind Themen, die Jugendliche ebenso wie Erwachsene beschäftigen. Nach «Der Trafikant» freuen wir uns auf eine weitere Romanbearbeitung der Landesbühne Esslingen.

Stück von Ayad Akhtar

Kaum ein Theaterstück hat den Nerv der Zeit in den letzten Jahren derart gut getroffen wie Ayad Akhtars Erstlingswerk «Geächtet». Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis, nominiert für einen Tony-Award, ist es nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa zu einem Bühnenhit geworden und katapultierte den 1970 geborenen Autor in die erste Liga der zeitgenössischen Dramatiker.

Das Stück begründete Arthur Millers Karriere als einer der grössten amerikanischen Dramatiker der Moderne. Es zeigt eine moderne Familiengeschichte mit der schicksalshaften Unausweichlichkeit einer antiken Tragödie. «All my Sons» wurde 1947 uraufgeführt von Elia Kazan, dem damals bereits berühmten Theater- und Filmregisseur und späteren Gründer des Actor's Studio.

Stück von Samuel Beckett

Der Titel ist Programm: In Samuel Becketts absurdem Theaterstück streben die Protagonisten unaufhaltsam ihrem scheinbar unabänderlichen Schicksal zu. Es geht um nichts weniger als um das Ende der Welt. Das Stück wirkt heute, angesichts der Kraftproben der Supermächte, der weltweiten Abkühlung auf diplomatischer Ebene, der drohenden Klimakatastrophe, nicht weniger prophetisch als zu seiner Entstehungszeit 1956. Doch der amerikanische Regisseur und Künstler Robert Wilson verwandelte es für das Berliner Ensemble in ein Zaubertheater für alle Sinne.